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BIERIGES WISSEN. DAS BRAUHAUS LEXIKON.

ALKOHOLGEHALT
Der Alkoholgehalt des Bieres hängt eng mit dem Stammwürzegehalt zusammen. Etwa ein Drittel der Stammwürze wird während der Gärung in Alkohol umgewandelt. Unser Alb-Weizen hat bei einer Stammwürze von 12,3 % ca. 5,3 Vol. % Alkohol.

ALTBIER
Ein dunkles Vollbier, das nach guter "alter", d.h. obergäriger Art vor allem im Rheinland gebraut wird.

BIER
Ein Getränk, das durch alkoholische Gärung aus Hopfen, Malz, Wasser und Hefe entsteht. Für untergärige Biersorten darf laut dem Deutschen Reinheitsgebot nur Gerstenmalz, für obergärige Biere auch Weizen- und andere vermälzte Getreidesorten verwendet werden.

BIERAUSSTOSS
Pro Jahr werden in Deutschland rund 110 Mio. Hektoliter Bier gebraut. Wir tragen einen kleinen Teil dazu bei.

BOCKBIER
Besonders als Weihnachts- oder Maibock erfreut sich dieses Starkbier mit mindestens 16% Stammwürze großer Beliebtheit.

FILTRATION
Hilfsmittel der Brauer, um das Bier längerfristig haltbar zu machen. Wir verzichten aus geschmacklichen Gründen, allerdings auf Kosten der Haltbarkeit auf diesen Produktionsschritt.

GÄRUNG
Die alkoholische Gärung erfolgt in den Gärtanks. Hier wird der Würze die Bierhefe zugesetzt. Sie wandelt Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure um.

GAMBRINUS
ehemals König von Flandern und bis heute Schutzpatron der Bierbrauer.

GERSTE
zweizeilige Sommergerste eignet sich wegen des niedrigen Eiweißgehaltes am besten zum Brauen. Sie wird durch das Keimen und Darren in Malz umgewandelt und so für den Brauprozeß verwendungsfähig gemacht.

HALTBARKEIT
bei filtriertem Bier beträgt die Haltbarkeit 6 Monate und mehr, bei naturtrüben Sorten in der Flasche 4 Wochen und im Faß 6 Wochen.

HEFE
bringt die Würze zur Gärung. Obergärige Hefe steigt nach der Gärung nach oben, untergärige Hefen setzen sich unten ab.

HEKTOLITER
Maßeinheit der Getränkeindustrie. Ein Hektoliter ( hl ) = 100 Liter.

HOPFEN
gibt dem Bier den typisch herben Geschmack und erhöht die Haltbarkeit. Außerdem verleiht er der "Blume" Standhaftigkeit. Zum Brauen werden nur die Dolden des weiblichen Hopfens verwendet.

JUNGBIER
heißt das Bier nach der Gärung. Es reift in den Lagertanks ca. 3 Wochen bis zur Ausstoßreife.

KALORIEN
Bier hat pro Liter rund 450 kcal, je nach Biersorte. Nur Mineralwasser, Kaffee und Tee (pur) sind kalorienärmer.


KÖLSCH
ist ein obergäriges Vollbier, das nur in Köln und Umgebung gebraut werden darf.

LÄUTERN
Nach Beendigung des Maischevorgangs werden die festen und flüssigen Bestandteile der Maische im Läuterbottich getrennt. Die flüssigen Bestandteile werden Würze, die festen Treber genannt.

MAISCHE
Maischen ist das Mischen von Malzschrot und Brauwasser. In diesem Vorgang wird die Malzstärke zu vergärbarem Zucker umgewandelt.

MALZ
In der Mälzerei wird aus Gerste, Weizen oder auch anderen Getreidesorten Malz hergestellt. Dazu wird das Korn befeuchtet um die natürliche Keimung einzuleiten. Ist ein bestimmter Keimungsgrad erreicht, wird das sogenannte "Grünmalz" getrocknet und für die Brauereien abgesackt.

OBERGÄRIG
Bevor Anfang des 20. Jahrhunderts die Forschung Unterschiede zwischen den einzelnen Hefestämmen entdeckte und sie kultivierte, wurden die meisten Biersorten obergärig vergoren. Sie verträgt im Gegensatz zur untergärigen Hefe höhere Gärtemperaturen und entwickelt einen fruchtigen Geschmack. Heute sind Weizen- und Altbier, sowie Kölsch die bekanntesten obergärigen Biersorten.

PILSENER
ist ein untergäriges, stark gehopftes Vollbier. Es verdankt seinen Namen der Stadt Pilsen, in der dieser Biertyp erstmalig eingebraut wurde.

REINHEITSGEBOT
ist das älteste Lebensmittelgesetz der Welt. Es wurde 1516 in Ingolstadt erlassen und regelte die Zutaten für die Bierproduktion: nur Wasser, Hopfen und Malz dürfen seitdem verwendet werden. Die Hefe fand im Gesetz noch keine Erwähnung, da sie damals noch unbekannt war.

SCHANKBIER
ist ein Bier mit reduzierter Stammwürze, das heute hauptsächlich als Ausgangsprodukt für alkoholarmes oder -freies Bier ist.

STAMMWÜRZE
ist die Menge an aus dem Malz gelösten Stoffen, hauptsächlich Malzzucker, die nach dem Kochen in der Würze vorliegen.

TREBER
ist das nach dem Läutern zurückbleibende, ausgelaugte Malzschrot. Es enthält noch sehr viel Eiweiß und eignet sich hervorragend als Viehfuttermittel.

UNTERGÄRIG
Der Hauptanteil an den produzierten Biersorten ist untergärig. Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Dänemark entdeckt und kultiviert. Die untergärige Hefe setzt sich nach der Gärung unten im Gärgefäß ab, die obergärige steigt nach der Gärung auf. Daher die Unterscheidung zwischen den Hefen.

VOLLBIER
ist ein Bier mit mindestens 10% Stammwürze. Die meisten erhältlichen Biere fallen unter diese Kategorie.

WÜRZE
ist die Malzzuckerlösung, die nach dem Läuterprozess zusammen mit dem Hopfen gekocht wird. Es ist sozusagen die Vorstufe zum Bier.